Tor trotz vorrausgegangenem Foul an Matt Foy zum 2:5 Endstand

Beim Nachholspiel des 34. Spieltages am fünften März 2013 mussten die Thomas Sabo Ice Tigers bei den Eisbären Berlin antreten. Dieses Spiel gewannen die Nürnberger mit 5:2.

Im Vorfeld des 5:2-Treffers durch Dusan Frosch wurde der Berliner Matt Foy vor dem Nürnberger durch einen Check niedergestreckt und blieb erst einmal auf der Eisfläche liegen, während die Ice Tigers kurz darauf einnetzten. Sehr schön kann man das bei laola1.tv ab Minute 5:06 sehen (http://www.laola1.tv/de/de/eishockey/del-deutsche-eishockey-liga/eisbaeren-berlin-thomas-sabo-ice-tigers/video/460-2675-106915.html).

Wieso ließen die beiden Schiedsrichter Brüggemann und Lenhart weiterspielen, obwohl ein verletzter Spieler auf dem Eis lag? Nun, die diesbezügliche Regel 416a der IIHF besagt: Wenn sich ein Spieler verletzt und nicht mehr weiter spielen oder auf die Spielerbank zurückkehren kann, wird das Spiel fortgesetzt bis sein Team den Besitz des Pucks gesichert hat, es sei denn, dieses Team ist in aussichtsreicher Position zu punkten. Trotz dieser Regel sieht man es bei DEL-Spielen oft, dass das Spiel bei einem verletzt liegenden Spieler auf dem Spielfeld unterbrochen wird.

Zwei Möglichkeiten: Regelkonforme Auslegung oder nicht hingesehen?

Ich vermute, dass die beiden den Check zwar gesehen, ihn aber nicht als Regelverstoß eingeordnet haben und deshalb dem weiteren Spielverlauf in die andere Richtung folgten. Dass da ein Spieler mit einer Gehirn-erschütterung auf dem Eis liegt, haben sie schlichtweg übersehen. Auf dem Video ist gut zu sehen, dass der Check nicht gegen den Kopf von Foy ging und auch nicht besonders hart war. Allerdings traf ihn der Check unvorbereitet, da er mit dem Blick dem Puck folgte und den ankommenden Nürnberger (leider kann man die Spielernummer im Video nicht gut erkennen) nicht sah.

Den Schiedsrichtern ist dabei also kein Vorwurf zu machen. Ein Problem des Vier-Mann-Systems in der DEL lässt sich hier aber ganz gut veranschaulichen: Das fehlende Aufteilen des Spielgeschehens der Schiedsrichter untereinander. Zum einen pfeift der Schiedsrichter von der anderen Seite des Spielfeldes ein Foul, während der andere Schiedsrichter direkt nebendran steht und keinen Regelverstoß sieht. Oder, wie im oben beschriebenen Fall schauen beide Schiedsrichter auf eine Szene und übersehen dadurch andere wichtige Vorfälle. Das würde nicht passieren, wenn man mit festen Schiedsrichter-Paaren spielen würde. Dann könnten sich die beiden Schiedsrichter nach und nach aufeinander einstellen und die Zuordnungen würden stimmen. Das würde auch verhindern, dass „schlechte“ Schiedsrichter ( ich nenne mal keine Namen ) ein ganzes Spiel verpfeifen.

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