Alles neu macht der… September! (Teil II)

Neben dem verschärften Vorgehen gegen die in letzter Zeit gehäuften Fälle von Gehirnerschütterungen gibt es aber noch einige andere Neuerungen, an die man sich erst noch mehr oder weniger gewöhnen muss:

Aufstellung

Jede Mannschaft darf diese Saison nur noch elf statt wie in der letzten Saison zwölf Kontingentstellen vergeben, wovon aber pro Spieltag nur neun eingesetzt werden dürfen. Neu ist auch, dass jede Mannschaft drei Torhüter haben muss, wobei bei einem Spiel nicht zwingend alle drei anwesend sein müssen. Neben dem dritten Torhüter muss auch jeder Club zwei U20-Spieler unter Vertrag haben, die weiterhin für die DNL oder die Juniorenbundesliga spielberechtigt sind.

Regeln

In Bezug auf die Torhüter-Ausrüstung wurden schärfere Kontrollen angekündigt, da „immer noch viele Torhüter an ihrer Ausrüstung rumbasteln“ (Zitat DEL-Spielleiter Jörg von Ameln im Eishockeynews Sonderheft 12/13). Wird einer mit nicht korrekter Ausrüstung erwischt wird muss er eine Geldstrafe von 2000 Euro bezahlen, beim zweiten Mal wird er sogar zu 10.000 Euro und zehn Spielen Sperre verdonnert.
Beim Penalty-Schießen dürfen die Schiedsrichter nun auch den Videobeweis bei einem verschobenen Tor zu Rate ziehen.

Transferperioden

In dieser Saison gibt es drei Transfer-Deadlines: Bis zum 31. Dezember dürfen Spieler Liga-intern wechseln. Nach dem 31. Januar ist auch mit internationalen Wechseln Schluss, da die IIHF danach keine Transferkarten mehr ausstellt. Die DEL kocht aber hier ihr eigenes Süppchen und ignoriert diesen Termin für deutschlandweite Wechsel. Damit haben die Clubs die Möglichkeit auf eventuelle Verletzungen bis zum 15. Februar (Länderspielpause) zu reagieren und Spieler aus der zweiten und der Oberliga zu verpflichten.

Powerbreaks

Die letzte zu erwähnende Neuerung ist zugleich auch die polarisierenste: sogenannte Powerbreaks. Damit sind keine Knochenbrüche während eines Powerplays gemeint, sondern 90 Sekunden lange Unterbrechungen pro Drittel. Diese sollen den Clubs Gewinnspiele oder Werbedurchsagen an werbewirksamer Stelle ermöglichen, da während eines Spiels alle Zuschauer das Spiel verfolgen und keiner wie sonst in den Drittelpausen draußen am Imbissstand steht und die kostbare Werbung verpasst. Ein Powerbreak findet nach etwa acht Minuten Spielzeit statt und wird mit einer roten Lampe am Zeitnehmertisch angezeigt. Damit den Clubs dadurch kein Nachteil entsteht, wird das Powerbreak nicht während eines Powerplays, nach einem Icing oder nach einem gefallenen Tor durchgeführt. Daher kann es auch mal in der 12. Minute oder noch etwas später stattfinden. In der NHL finden drei Powerbreaks pro Drittel statt, und auch in anderen internationalen Ligen und bei Weltmeisterschaften werden Drittel durch Powerbreaks unterbrochen.

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